Tipps für den Umweltschutz

Umweltschutz geht auch GuSp was an! Täglich hören wir in den Medien, was man alles tun kann, um die Welt vor der Zerstörung zu retten. Manche Ideen sind einfach, manche schwer. Das haben wir an realistischen Ideen gesammelt – Dinge die wir bereits umsetzen:
Das tun die GuSp schon für den Umweltschutz, wobei uns einiges schwerer fällt als anderes:

GuSp_Umweltschutz

RaRo Sommerlager 2012 – Jeg forstår ikke

 „Jeg forstår ikke“ – „Ich verstehe nichts…“ Endlich mal wieder ein Auslandlager der Rotte Camelot. Lange überlegten und diskutierten wir wohin wir eigentlich fahren wollten, bis wir uns schließlich für Nordeuropa entschieden, genauer gesagt für Norddeutschland und Dänemark. Mit dabei waren Céline, Kathi, Marion, Matthias, Clemens, Dani, Stoffl, Sonja und ab der zweiten Woche dann auch noch Tamara.

Samstag, 7.7.2012

Das erste Ziel unserer Reise war Hamburg und da das doch ziemlich weit von Wien entfernt ist, beschlossen wir diesmal per Flugzeug anzureisen. Also trafen wir uns um 4:45 am wiener Flughafen und waren einige Stunden und eine Zwischenlandung später in Hamburg. Die Flugzeit verbrachten wir damit in einer der bekanntesten und höchst angesehensten Zeitungen Deutschlands zu lesen, der „Bild“. Vor allem

Jeg forstår ikke“ – „Ich verstehe nichts…“ Endlich mal wieder ein Auslandlager der Rotte Camelot. Lange überlegten und diskutierten wir wohin wir eigentlich fahren wollten, bis wir uns schließlich für Nordeuropa entschieden, genauer gesagt für Norddeutschland und Dänemark. Mit dabei waren Céline, Kathi, Marion, Matthias, Clemens, Dani, Stoffl, Sonja und ab der zweiten Woche dann auch noch Tamara.

Samstag, 7.7.2012

Das erste Ziel unserer Reise war Hamburg und da das doch ziemlich weit von Wien entfernt ist, beschlossen wir diesmal per Flugzeug anzureisen. Also trafen wir uns um 4:45 am wiener Flughafen und waren einige Stunden und eine Zwischenlandung später in Hamburg. Die Flugzeit verbrachten wir damit in einer der bekanntesten und höchst angesehensten Zeitungen Deutschlands zu lesen, der „Bild“. Vor allem Kathi, Matthias und Clemens waren von dieser Zeitung ganz begeistert und   erzählten uns noch Tage nachher von einem sehr interessanten Artikel, laut dem Obstfliegen bei 30°C homosexuell werden… In Hamburg angekommen trafen wir uns mit zwei deutschen Pfadfindern, in deren Heim wir übernachten durften. Während wir auf die Beiden warteten, fielen uns einige Leute auf, die wie Hippies angezogen waren. Genau an diesem Tag war in Hamburg nämlich der „Schlagermove“, eine Art Umzug in der Stadt, bei dem Schlager gespielt werden und halb Hamburg in Hippie-Kleidung mitfeiert. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und so fuhren wir zum Heiligengeistfeld und der Reeperbahn, wo der Schlagermove stattfindet. Bereits die U-Bahn war gesteckt voll mit leicht angeheiterten und Schlager grölenden Hippies, das war aber immer noch nichts gegen das, was uns in der Stadt erwartete: Alle Leute waren hier wie Hippies angezogen und es waren verdammt viele Leute. Wir kamen mit dem Fotografieren und Filmen gar nicht mehr richtig nach. Als wir (vor allem Matthias und Clemens) dann genug von den ganzen Verrückten hatten, gingen wir zum Rathausplatz und stärkten uns mit Currywurst. Danach ging es noch in die Kaffeerösterei, ein ziemlich leiwandes Café in der Speicherstadt, denn Kaffe hatten wir zu diesem Zeitpunkt alle dringend nötig. Als nächstes schauten wir uns das Miniaturwelt Wunderland an, eigentlich ein Modelleisenbahnmuseum, in dem verschiedene Länder nachgebaut wurden. So gibt es zum Beispiel die Schweiz, die österreichischen Alpen, Amerika, Skandinavien, einen Flughafen und natürlich auch Hamburg. Es wurde hier sehr viel Wert auf die kleinen Details gelegt und überall sind kleine lustige Szenen versteckt. So entdeckten wir zum Beispiel Pippi Langstrumpf mit dem kleinen Onkel oder eine Schweizer Schokoladenfabrik. Zum Abendessen gingen wir nochmals zum Rathausplatz. Dort fand auch gerade ein Festival statt. Wir bestellten Flammkuchen und Maultaschen und Clemens ein Bier, woraufhin die Kellnerin erklärte, dass das ein Weinfestival sei und es hier natürlich kein Bier gäbe! Daraufhin wollte er dann einen weißen Spritzer haben, was die Kellnerin nicht ganz verstand, denn in Deutschland heißt der weiße Spritzer „Weinschorle“. Jaja, die Deutschen und ihre Sprache…

Sonntag, 8.7. 

Eigentlich hatten wir ja vor früh aufzustehen, um uns den Altoner Fischmarkt anzusehen, das klappte aber nicht so ganz. Wir waren einfach zu müde. Kurz bevor er zusperrte waren wir dann endlich dort, hatten aber eigentlich noch genug Zeit eine kleine Runde zu drehen und uns den Markt anzuschauen. Von den Landungsbrücken aus machten wir eine Hafenrundfahrt.  Maurice, der Typ, der die Ansagen macht, machte dabei einige Witze über uns Österreicher…sehr lustig, aber ansonsten eine schöne Rundfahrt. Nach der Hafenrundfahrt gingen wir wieder an den Landungsbrücken entlang und kauften uns Fischbrötchen. Dann gingen wir in einen Park beim Michel, dem Wahrzeichen der Stadt, aßen zu Mittag und schliefen danach alle fast ein. Kurz bevor wirklich alle einschliefen, schafften wir es dann doch uns aufzurappeln und weiterzugehen. Wir schauten und also kurz den Michel an, dann gingen wir in Richtung Speicherstadt und Hafencity, dem modernen Stadtteil Hamburgs. Dort setzten wir uns dann noch in ein Café. Danach legten wir uns direkt beim Wasser in die Sonne und konnten geradezu beobachten, wie der Regen direkt auf uns zu kam. Da wir alle keine Regenjacken mithatten, stellten wir uns zuerst unter in der Hoffnung es würde schon bald wieder aufhören, beschlossen dann aber, als wir merkten, dass es das nicht tat, ins Heim zurückzufahren. Dort legten wir uns alle hin und machten Powernapping, bevor wir begannen Abendessen zu kochen. Nach dem Abendessen hatten wir wieder genug Kraft, um noch  mal in die Stadt zu fahren. Nach einigem Überlegen entschieden wir uns für das Duckstein-Festival an der Binnenalster und nicht für die Reeperbahn, denn die wollten wir uns für unseren letzten Abend aufheben. Das Festival war ganz nett. Es war direkt am Wasser und es gab Livemusik, die bei manchen von uns mehr bei anderen weniger gut ankam. Und diesmal gab es auch Bier.

Montag, 9.7. 

Gleich nach dem Aufstehen machten Dani und Stoffl sich auf den Weg unser Mietauto und die Kiste mit unserem Kochgeschirr und Gaskochern abzuholen. Eigentlich hatten wir diese ja von Wien aus zu Danis Tante, die in Hamburg wohnt, geschickt, aber aus irgendeinem uns nicht bekannten Grund, konnte der Zustelldienst die Adresse nicht finden und daher mussten wir sie von einer der Filialen abholen. Und damit hatten wir noch relativ großes Glück, denn sie hätte ja auch nach Wien zurück geschickt werden können und wie hätten wir ohne das Geschirr und die Gaskocher kochen sollen?! Währenddessen frühstückten wir anderen, gingen einkaufen, wobei Matthias uns in die falsche Richtung führte (jaja, er wollte es ja nicht glauben…), und packten unsere Sachen. Als Dani und Stoffl dann mit dem Auto zurückkamen und Stoffl sich auch an das Auto gewöhnt hatte – natürlich ganz ohne, dass der Motor abstirbt oder wir fast einen Unfall gebaut hätten… – fuhren wir nach Lübeck. Dort aßen wir vor dem Wahrzeichen der Stadt, dem Lübecker Tor, zu Mittag. Danach teilten wir uns auf, um uns die Stadt anzuschauen. Besonders wichtig war natürlich das Café Niederegger, wo wir uns das berühmte Lübecker Marzipan kauften. Echt voll gut! Als nächstes ging es nach Travemünde, ein kleiner Ort an der Ostsee. Unser Campingplatz befand sich auf der Halbinsel Priwall, weshalb wir die  Fähre nehmen musste. Da wir keine Lust hatten unsere Zelte im Regen aufzubauen, besichtigten wir stattdessen ein altes Segelschiff, die „Passat“. Als es dann aufgehört hatte zu regnen, konnten wir endlich unsere Zelte aufbauen, den Lagerplatz mit Österreich-Flaggen abstecken und anfangen zu kochen. Es gab Gröstl, gegessen wurde im Stehen unter einer Kofferraumdeckel-Planen-Konstruktion. Danach gingen alle mit Ausnahme von Matthias und Clemens noch an den Strand. Hier gab es viele (tote) Quallen, die uns ziemlich faszinierten. Außerdem gab es auch noch die für die Strände Norddeutschlands typischen Strandkörbe. Zufällig war gerade „Strandkorb-Happy Hour“, das heißt man bekam den Strandkorb zum halben Preis und zusätzlich noch Sekt. Also mieteten wir uns zwei Strandkörbe, quetschten uns jeweils zu dritt hinein, was den großen Vorteil hatte, dass es nicht so kalt war, und verbrachten den Abend Sekt trinkend am Strand.

Dienstag, 10.7. 

Nach dem Frühstück, Zelt Abbauen und Auto Einladen fuhren wir mit der Fähre zurück nach Travemünde. Dort machten wir eine kleine Runde durch die Stadt und setzten uns in ein Café am Hafen. Hier aßen wir Milchreis und Fischbrötchen, laut Stoffl das beste überhaupt. Dann fuhren wir in den Eselpark Nessendorf, denn für den hatten wir schon in Hamburg einen Folder gefunden und seitdem wollten wir alle die „gigantischen Riesenesel“ sehen. Die waren dann auch wirklich abartig groß. Ansonsten gab es außer einem neugeborenen Eselfohlen nicht allzu viel zu sehen, laut Kathi war es aber trotzdem „eindeutig das Highlight des gesamten Lagers“… Von dort aus fuhren wir dann auf die Insel Fehmarn nach Puttgarden, von wo aus wir die Fähre nach Dänemark nahmen. Und dann 45 Minuten später (während welcher Stoffl die mitfliegenden Möwen gefüttert hatte), waren wir endlich in Dänemark. Von Rödby fuhren wir nach Marielyst, wo wir auf einem Campingplatz direkt am Strand übernachteten. Das mussten wir natürlich gleich ausnutzen und gingen alle trotz der eher niedrigen Temperaturen schwimmen. Nachdem wir uns dann wieder etwas aufgewärmt hatten, begannen wir unser Abendessen (Käsespätzle) zu kochen.

Mittwoch, 11.7. 

Heute fuhren wir in der Früh an die Südküste Dänemarks. Dort machten wir einen Geocash, den wir dank Kathis gutem Orientierungssinn schnell fanden. Dann gingen wir zum Sydstenen Gedser, dem südlichsten Punkt Dänemarks. Da es gerade angenehm warm war und sogar die Sonne schien, nutzen wir die Wiese, um etwas zu chillen. Später fuhren wir dann in die Stadt Marielyst und aßen das „Nationalgericht“ der Dänen: Hotdog. Außerdem mussten wir noch fürs Abendessen einkaufen. Es wurde ein ziemlich großer Einkauf, da wir vorhatten am Strand zu grillen, denn am Campingplatz gab es direkt am Strand Feuerstellen. Zurück am Campingplatz spielten wir kurz mit unserem gerade erst gekauften Ball, bis ihn die beiden Burschen in die Büsche schossen und ihn nicht wiederfanden. Während sie also suchten, gingen Marion, Kathi, Céline und Sonja den nächsten Geocash am Strand suchen. Der war nur leider nicht wirklich am Strand, sondern im Meer versteckt. Also ab ins kalte Wasser zu den vielen lieben Quallen. Marion und Céline wollten wegen diesen nicht ins Wasser gehen, Kathi und Sonja versuchten es, fanden den Geocash aber leider trotzdem nicht. Schlussendlich waren wir gezwungen mit dem Suchen aufzuhören, denn es war echt ziemlich kalt. Clemens und Matthias hatten den Ball immer noch nicht gefunden (sie hatten auch laut Dani nach etwa zwei Minuten mit dem Suchen aufgehört), woraufhin Dani es versuchte und ihn natürlich prompt fand. Am Abend grillten wir dann wie geplant am Strand. Da unsere Getränke nicht kalt genug waren, kam Clemens auf die Idee sie in eine Kiste zu geben und die ins Meer zu stellen, denn das ist ja kalt. Die Kiste war innerhalb weniger Minuten voller Algen, die Dosen voller Salz, und ihr Inhalt nicht kälter. Aber egal, einen Versuch war es auf jeden Fall Wert. Als wir warteten, dass die Glut endlich heiß genug ist, kamen wir noch auf die grandiose Idee eine Qualle zu fangen und zu grillen, nur damit wir wissen, wie das aussieht. Also machte sich Clemens mit einem Stecken bewaffnet auf Quallenjagd. Als die Qualle dann im Feuer lag, begann sie zu schrumpeln und auszulaufen. Sah echt eklig aus. Das Essen war richtig gut. Es gab sehr viel Fleisch und Fisch, aber auch etwas Gemüse. Den restlichen Abend über chillten wir am Strand.

Donnerstag, 12.7. 

Am heutigen Tag hatten wir eine relativ lange Autofahrt vor uns. Um das ganze also etwas aufzulockern, beschlossen wir noch einen Geocash zu machen. Diesmal war es ein „Multi“, also ein Cash, bei dem man Koordinaten für den ersten Punkt bekommt, bei dem man dann ein kleines Rätsel lösen muss, um an die Koordinaten des nächsten Punktes zu kommen. Im Prinzip also wie Schnitzeljagd, nur mit Koordinaten. Dieser Cash befand sich in einem kleinen Wald. Den ersten Punkt fanden wir ohne große Probleme, irrten uns dann aber bei den Koordinaten für den zweiten Punkt. Wir mussten nämlich Runen, die in einen Stein eingraviert waren, mit Hilfe einer Legende in Zahlen übersetzen. Dabei machten aber Kathi und Sonja einen Fehler, weshalb wir falsche Koordinaten bekamen und in die falsche Richtung gingen. Als wir das bemerkten, hatten wir aber keine Lust mehr zum Runenstein zurück zu gehen. Da hatte Matthias die Idee, dass wir die Runen auch von einem der Fotos, die wir vom Stein gemacht haben, ablesen können. Nur leider, waren die Runen am Foto noch schwerer abzulesen, und wir bekamen erneut falsche Koordinaten. Also irrten wir etwas im Wald herum, bis wir beschlossen, doch noch mal zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Diesmal konnten wir dann alles richtig übersetzen und fanden dann auch den nächsten Punkt. Hier überprüften wir unser Ergebnis dann doppelt und dreifach, bevor wir uns wirklich sicher waren, alles richtig gemacht zu haben. Schließlich fanden wir dann wirklich noch den Cash und legten ein ziemlich altes und verrostetes Hufeisen, das wir im Wald gefunden hatten, in die Kiste. Nachdem wir dann auch wieder den Weg zu unserem Auto gefunden und Mittag gegessen hatten, fuhren wir weiter zu den Kreideklippen bei Møns Klint. Da es schon relativ spät war und wir noch ein Stück zu unserem Campingplatz fahren mussten, machten wir hier nur einen kurzen Stopp und schauten uns die Klippen von oben an. Die schauten schon echt ziemlich cool aus, so ganz weiß und sie waren auch echt hoch. Nach mindestens einer weiteren Stunde Autofahrt, während der fast alle schliefen, kamen wir endlich in Slagelse an. Es war bereits 19:00 Uhr, weshalb am Campingplatz bereits alles, also auch die Rezeption, geschlossen war. Und zusätzlich fing es gerade wieder an zu regnen. Nicht sonderlich stark, aber trotzdem hatte keiner von uns so wirklich Lust noch die Zelte aufzubauen und dann noch im Regen zu kochen und zu essen. Und da wir so wie so noch mit der Besitzerin vom Campingplatz telefonieren mussten, um uns anzumelden, konnten wir auch gleich fragen, wie viel denn eine der kleinen Hütten kosten würde. Und da die zu unserer Überraschung nicht viel teurer war, als der normale Stellplatz für die Zelte, beschlossen wir uns ausnahmsweise diesen Luxus zu leisten. Die Hütte bestand aus einem Raum, mit einer kleinen Küche, einem Esstisch, zwei Stockbetten und einer Schlafkoje mit weiteren zwei Betten, zu der man über eine Leiter hinaufklettern musste. Da wir acht Leute waren, es aber nur sechs Betten gab und wir uns natürlich nicht einigen konnten, wer wo schläft, wurde ausgelost: Céline und Sonja bekamen die „Liebeskoje“, Kathi, Stoffl, Dani und Clemens die Stockbetten und Marion und Matthias mussten leider am Boden schlafen.

Freitag, 13.7.

Eigentlich hatten wir ja vor uns die Wikingerfestung Trelleborg anzuschauen (deshalb haben wir auch in Slagelse, also in der Nähe von Trelleborg, übernachtet), aber am Vortag ist es sich einfach nicht mehr ausgegangen. Und da wir heute nach Kopenhagen fahren und genug Zeit haben wollten, uns die Stadt auch anzuschauen, beschlossen wir das mit der Festung zu verschieben. Also machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Kopenhagen. Dort angekommen suchten wir erst einmal das Heim der Pfadfindergruppe, bei der wir übernachten durften. Dort angekommen kochten wir erst mal und aßen zu Mittag. Es gab Köttbullar bzw. Minifrikadeller mit Kartoffelpüree. Juhuu, das erste Mal, dass wir mittags nicht seltsames Striezel-Weißbrot essen mussten! Nachmittags gingen wir in die Innenstadt, schauten uns den Hautplatz mit dem Rathaus und Amalienborg Slot an. Dann gingen wir zum Hafen, um uns die kleine Meerjungfrau, das Wahrzeichen der Stadt anzuschauen. Die Statue ist wirklich nicht groß, sie heißt ja nicht umsonst „kleine“ Meerjungfrau. Nachdem alle genügend Fotos von ihr gemacht hatten, gingen wir wieder zurück in Richtung Heim, was ein ganz schön langes Stück ist. Unterwegs fanden wir noch eine nette Bar, bei der man auf einem kleinen Boot, auf dem Sand aufgeschüttet war, sitzen konnte. Marion, Stoffl und Dani blieben dort noch eine Weile sitzen, während die anderen fünf ins Heim vorgingen, um schon mit dem Kochen anzufangen. Leider bedachten wir nicht, dass Kopenhagen eine Hafenstadt ist, es also fast überall kleine Kanäle, manchmal auch ohne Brücken, gibt. Als wir dann vor so einem standen und deswegen einen großen Umweg machen mussten, um ins Heim zu kommen und es dann auch noch anfing zu regnen, waren wir natürlich nicht ganz so begeistert. Irgendwann fanden wir dann doch einen kanalfreien Weg zum Heim. Dort angekommen kochten wir Geschnetzeltes mit Reis und Melanzani und warteten auf die anderen Drei. Auch die hatten sich etwas verlaufen und nahmen sogar einen noch längeren Umweg. Aber schlussendlich hatten wir alle zurück gefunden. Wir sind ja schließlich nicht umsonst Pfadfinder… Den Abend ließen wir ganz „entspannt“ und ruhig beim Kartenspielen ausklingen…

Samstag, 14.7. 

In der Früh wurden wir von der dänischen Pfadfindergruppe überrascht, als drei von ihnen plötzlich in der Tür standen. Da waren wir dann doch schneller munter als wir eigentlich nach dem letzten Abend erwartet hätten. Nach dem Frühstück schauten wir uns Christiania an, ein Freistaat mitten in Kopenhagen. Christiania wurde auf ehemals militärischem Gebiet gegründet, nachdem dieses aus Protest besetzt worden war. Besonders bekannt ist es für den Handel mit Hasch und wirklich, solche großen Joints, wie die, die die Leute hier rauchten, hatte bisher keiner von uns gesehen. Ansonsten gab es einen Markt, auf dem hauptsächlich Souvenirs verkauft wurden, ein paar Bars und Cafés und sonst Wohnhäuser. Insgesamt wirkte alles doch heruntergekommener und weniger Hippie-like als erwartet. Von hier aus gingen wir zur Erlöserkirche, bei der man über Wendeltreppen (die letzten Meter sogar im Freien) auf den Turm steigen kann. Von oben hatte man einen schönen Blick über Kopenhagen und außerdem war es schon echt cool und etwas schwindelerregend auf den Treppen außen am Turm. Als wir wieder unten ankamen, fand gerade ein Begräbnis eines Bewohners von Christiania statt. Daher standen lauter seltsame Leute herum, die vor der Kirche Bier tranken und Joints rauchten. Nachmittags teilten wir uns wiedermal auf und jeder konnte machen, was er wollte. Damit auch wirklich alle Klischees erfüllt wurden, teilten wir uns in zwei Gruppen: die Burschen fuhren zur Carlsberg-Brauerei und die Mädels gingen in die Innenstadt shoppen… Abends trafen wir uns dann wieder im Heim. Da es hier eine echt gut ausgestattete Küche gab und wir das natürlich ausnutzen mussten, gab es heute mit Käse überbackene Schinkenfleckerl. Voll lecker! Danach gingen wir nochmal zum Bahnhof, wo wir Tamara abholten. Während der ersten Lagerwoche war sie noch auf Maturareise in der Karibik, weshalb sie erst jetzt zu uns stieß. Wir begrüßten sie (schön peinlich) mit einem Bogaloo und einer extra für sie gedichteten Strophe: „let me see bikini girl – What did you say? – I said Tamara, Ta- Tamara…“

Sonntag, 15.7.

Heute holten wir die Besichtigung der Wikingerfestung Trelleborg nach. Da sie auch fast auf unserem Weg lag und wir nur einen kleinen Umweg machen mussten und an diesem Tag eh noch nicht wirklich etwas vorhatten, war das auch kein Problem. Bei der Festung fand gerade ein Wikinger-Festival statt, das heißt einige Leute/Freaks spielten dort für zwei Wochen Wikinger mit allem, was dazugehört: sie trugen passende Kleidung, die sie selbst gemacht hatten (sogar die Schuhe!), schliefen in Zelten aus Schafwolle und lebten so authentisch, wie möglich. Das war echt voll cool anzusehen. Mittags gab es dann einen Schaukampf. Auch das war sehr cool, vor allem weil die meisten Kämpfer echt Spaß dabei hatten. Besonders begeistert waren wir alle von einem Typen, den wir Olaf nannten, denn der sah aus wie ein echter Wikinger. Olaf steigerte sich total in den Kampf hinein, gewann aber auch immer, außer einmal und da war er dann ganz schnell verschwunden… Wir hatten wirklich Glück, dass zu dieser Zeit das Festival war, denn die Festung selbst besteht nur mehr aus Mauerresten und ohne Führung und Erklärung konnte man sich eher weniger gut vorstellen, wie es hier früher einmal ausgesehen haben könnte. Als nächstes fuhren wir zu einem weiteren Wikingermuseum nach Latby. Außer dem kleinen Museum gab es noch einen sehr lustigen Film und ein extrem altes Wikingerschiff zu sehen. Das Schiff war unter einem Hügel entdeckt worden und diente als Grab für einen Wikingerfürsten. Im Museum bat sich dann noch eine andere Gelegenheit: Matthias hatte irgendwann während einer Heimstunde gewettet, dass er ein Netzleiberl anzieht, wenn Stoffl das auch macht. Nur hatte er damals nicht daran gedacht, dass Stoffl sehr schnell zu so was zu haben ist. Eigentlich wollten wir die Wetteinlösung ja in Hamburg auf der Reeperbahn machen, nur leider konnten wir keine zwei Netzleiberl auftreiben (die Teile waren einfach zu teuer…). Im Museum gab es zwar keine Netzleiberl, dafür aber ein Kettenhemd, was zwar nicht ganz so gut, aber auch etwas peinlich war. Dieser Moment musste natürlich auch auf Foto und Video festgehalten werden. Naja, insgesamt ist Matthias wohl eh noch gut weggekommen. Man stelle sich ihn und Stoffl im Netzleiberl auf der Reeperbahn nur mal vor. Das wäre schon um einiges peinlicher für ihn geworden… Unser heutiger Campingplatz lag wieder direkt am Meer. Abends aßen wir dann mit Blick aufs Wasser. Zu essen gab es Hot Dog und Kaiserschmarren nach Rezept von Clemens (mit ungefähr einem Kilo Zucker). Der einzige Nachteil an unserem Essensplatz war, dass es hier sehr windig und dadurch auch sehr kalt war.

Montag, 16.7. 

 In der Früh fuhren wir zum Naturschutzgebiet Fyns Hoved. Als wir auf dem Weg dorthin waren, fing es an ziemlich stark zu regnen, so dass wir eigentlich keine Lust hatten wandern/spazieren zu gehen. Wir fuhren trotzdem weiter und als wir beim Naturschutzgebiet ankamen, hörte es auch schnell wieder auf zu regnen. Irgendwann konnten wir uns dann sogar überwinden aus dem Auto auszusteigen, obwohl es draußen sehr windig und kalt war. Wir gingen einen der Rundwege, wofür wir etwa eine Stunde brauchten. Die Landschaft war hier echt schön. Das Gebiet liegt direkt am Meer und bei Ebbe bilden sich einige Salzseen. Kaum waren wir alle ins Auto eingestiegen, begann es auch schon wieder stark zu regnen. Da hatten wir also noch mal Glück gehabt. Da das Wetter an diesem Tag nicht sonderlich gut war, fuhren wir anschließend zu unserem nächsten Campingplatz. Genau als wir anfingen die Zelte aufzubauen, fing es wieder an zu regnen, weshalb wir nochmal schön nass wurden. Den restlichen Tag über blieb es dann aber trocken. Deswegen konnten wir sogar den zum Campingplatz gehörenden Whirlpool (natürlich im Freien) nutzen. Céline, Dani und Sonja war es dann aber doch eher zu kalt. Die Anderen waren hoart und gingen ins Wasser, kamen aber nach einiger Zeit doch ziemlich erfroren dreinschauend wieder heraus. Heute grillten wir mal wieder, was, da die Grillkohle nicht heiß genug wurde, mehr oder weniger den ganzen Abend in Anspruch nahm.

Dienstag, 17.7. 

Heute ging es endlich ins Legoland! Gleich nach dem Frühstück fuhren wir los und trotzdem war es, als wir dort ankamen, bereits voll. Wenigstens hatten wir die Eintrittskarten schon am Vortag am Campingplatz gekauft und mussten uns deshalb nicht mehr an der Kassa anstellen. Als erstes fuhren wir mit der „Vikings River Splash“, bei der man zu neunt in einem runden Gefährt sitzt und am Ende eine Art Wasserrutsche hinunterfährt. Das spritzt natürlich ganz schön, weshalb wir Mädels alle unsere Regenjacken anzogen. Stoffl, Matthias und Clemens waren aber der Meinung, dass sie sicher nicht nass werden und zogen sich ihre nicht an. Und prompt erwischte es einen von ihnen: Clemens T-Shirt war nach der Fahrt total  nass, weshalb er es ausziehen und stattdessen seine Weste anziehen musste. Bei der nächsten Bahn versuchte Clemens mitzufilmen, hatte aber nicht bedacht, dass alles per Video überwacht wird. So wurde er mitten während der Fahrt ermahnt und kam nicht dazu den coolen Teil der Fahrt zu filmen. Bei einer der Fahrten kam Clemens auf die Idee für das Foto seine Weste aufzumachen und mit nacktem Oberkörper zu posen (sein T-Shirt war immer noch nass). Matthias, der neben ihm saß, zeigte noch zusätzlich auf ihn. Das Foto war echt voll lustig, aber als Stoffl es kaufen wollte, wurde es sofort von der Verkäuferin zensiert und wir bekamen es leider nicht – so konnten wir nur unseren wir-schauen-alle-ernst Schnappschuss erstehen. Ansonsten gab es noch das Miniland, in dem berühmte Sehenswürdigkeiten aus Legosteinen nachgebaut waren, unter anderem die Freiheitsstatue, die Akropolis oder Amsterdam. Nachdem wir dann alle Bahnen ausprobiert und diverse Souvenirs gekauft hatten, ging es wieder zurück zu dem Campingplatz, auf dem wir schon am Vortag übernachtet hatten. Von dem anstrengenden Tag sehr erschöpft, gingen wir schon bald schlafen.

Mittwoch, 18.7. 

Unser heutiges Ziel war die Insel Fanø. Mit dem Auto fuhren wir nach Esbjerg, von wo aus wir die Fähre zur Insel nahmen. Nach etwa zehn Minuten waren wir dann auf der Insel. Dort fuhren wir durch die kleine Hauptstadt in Richtung Strand. Der Strand hier war wirklich riesig! Er war einige Kilometer lang und bei Ebbe auch sehr breit. Wir fuhren mit dem Auto direkt am Strand (also am Sand!) und filmten während der Fahrt aus dem Auto. Irgendwo blieben wir dann mitten am Strand stehen, um Mittag zu essen. Da es leicht regnete machten wir ein Picknick im Auto. Dann fuhren wir auf der Suche nach einem Campingplatz nach Rindby, wo wir auch einen echt schönen fanden (geniale Duschen!!). Nachdem wir unsere Zelte ein letztes Mal aufgebaut hatten, ging es noch mal an den Strand. Diesmal stiegen wir dann auch aus dem Auto aus und machten eine kleine Wattwanderung. Marion, Stoffl, Dani und Sonja trauten sich sogar mit den Füßen in die Nordsee. Marion ging sogar etwas zu weit hinein, so dass nachher ihre Hose ziemlich nass war. Als nächstes fuhren wir nach Sonderhø, eine weiter kleine Stadt auf der Insel, mit alten Häusern, von denen viele reetgedeckte Dächer haben. Hier gingen wir noch in ein kleines Café, das mit vielen alten Sachen dekoriert war, beispielsweise mit Gemälden, Porzellan, Kerzenhaltern und altem Messinggeschirr. Auf dem Rückweg nach Rindby beschlossen wir noch eine kleine Dünenwanderung zu machen. Wegen dem sehr hohen Gras, waren unsere Hosen innerhalb weniger Minuten nass. Dann fing es auch noch an zu regnen. Als wir wieder beim Auto ankamen waren wir durchnässt. Na ja, das musste wohl auch noch sein, gehört schließlich irgendwie zu einem Lager dazu. Am Campingplatz gingen wir erst alle warm duschen, bevor wir uns ans Kochen machten (Gröstl). Gegessen wurde dann im TV-Raum des Campingplatzes. Den Abend verbrachten wir teilweise hier, zu späterer Stunde dann, mit Country Roads am Strand…

Donnerstag, 19.7. 

Obwohl es letzte Nacht doch relativ spät geworden war, schafften wir es in der Früh zu unserer üblichen Zeit aufzustehen. Zum ersten Mal hatte es in der Nacht nicht geregnet, unsere Zelte waren also trocken, was uns später beim Abbauen natürlich sehr gelegen kommen würde. Aber zu früh gefreut. Während dem Frühstück fing es an sehr stark zu regnen, so stark, dass wir uns irgendwo unterstellen mussten. Der Kofferraumdeckel, unter dem wir sonst immer standen, hielt leider nicht allzu viel ab und im Auto war kein Platz, da unsere Reisetaschen auf den Sitzen lagen. Gott sei Dank waren unsere Nachbarn so nett und ließen uns im Vorzelt ihres Wohnwagens weiterfrühstücken. Ansonsten wären wir wohl nochmal so nass geworden wie am Vortag, nur dieses Mal hätten wir keine Zeit mehr gehabt unser Gewand zu trocknen, weswegen wir dann unser bereits schmutziges Gewand hätten anziehen müssen. Nicht, dass das andere Gewand noch ganz sauber ist (das ist nämlich nach zwei Wochen Lager nicht mehr möglich), aber immerhin so sauber, dass wir die anderen Leute im Flugzeug nicht völlig verschrecken würden. Unsere Zelte waren jetzt natürlich klatschnass, was vor allem die freute, die sie in ihre Taschen packen mussten. Auf unserem Weg nach Hamburg fuhren wir noch in die älteste Stadt Dänemarks, Ribe. Die Stadt selbst wäre sicherlich ganz schön anzuschauen gewesen – es gab viele wirklich alte Fachwerkhäuser – nur leider hatten wir weder genug Zeit, noch Lust länger durchzugehen. Wir waren einfach zu müde. Also machten wir uns nach einer kleinen Runde und Mittagessen wieder auf den Weg Richtung Hamburg. Dort ging es zum Flughafen, wo wir ganz sandlermäßig irgendwo auf einem Parkplatz unsere Taschen packten, das Auto putzten und es dann zurückgaben. Danach brachten wir unsere Taschen zum Vorabend-Check In (unser Flug ging nämlich um 6:00 in der Früh) und dann ging es endlich auf der Suche nach einem Lokal in die Stadt. Wir fuhren ins Schanzenviertel, wo Dani ein Lokal aus dem Reiseführer herausgesucht hatte. Das war aber leider gerade voll und da wir noch eine Stunde auf einen Tisch warten mussten, gingen wir in der Zwischenzeit noch in ein kleines Café/Bar. Dort aßen wir schon mal Antipasti. Um 23:00 bekamen wir dann endlich einen Platz in dem anderen Lokal – das hatte übrigens von 17:00 bis 14:00, also die ganze Nacht über geöffnet. Wir aßen Steak, Fisch und diverse verschiedene Arten Schnitzel. Nach dem Essen schliefen wir dann beinahe ein (es war aber auch schon spät, 0:30 oder so), schafften es dann aber uns aufzurappeln und beschlossen nach einiger Diskussion doch noch auf die Reeperbahn zu schauen. Also gingen wir Richtung St Pauli, wo wir die Reeperbahn einmal hinunter und wieder zurück gingen. Allzu viel war nicht los, war aber auch nicht anders zu erwarten gewesen, denn es war ja mitten unter der Woche. Trotzdem war es echt cool die Reeperbahn mal bei Nacht zu sehen, mit den ganzen bunten Leuttafeln und den (lustigen) Geschäften für Erwachsene…

Freitag, 20.7. 

Mit dem nächsten Nachtbus fuhren wir dann zum Flughafen. Dort setzten wir uns in den nicht geschlossenen Teil des Flughafens und warteten – teilweise schlafend – darauf, dass wir zur Sicherheitskontrolle und zum Gate gehen konnten. Dort bekamen wir sehr zur Freude von Kathi und Clemens noch mal eine „Bild“. Um 6:00 ging unser Flug, dieses Mal direkt ohne Zwischenlandung und Umsteigen. Nach etwa einer Stunde, während der wir fast alle tief und fest schliefen, kamen wir in Wien an. Zwar waren wir alle nach diesen 14 Tagen sehr erschöpft, dafür haben wir wirklich viel gesehen und erlebt. Und irgendwann ist halt jedes Lager vorbei. Auch wenn wir uns alle, besonders Matthias und Clemens, die ganze Zeit fragten: „WIESO?“

GuSp Sommerlager „PUR“

Seit mindestens sieben Jahren gab es organisationsbedingt kein rein stufeninternes Sommerlager – dieses Jahr war es endlich soweit: GuSp only oder von uns liebevoll GuSpur genannt: Juhu! Wir fahren allein auf Sommerlager! Es war sehr „lässig und leger“, wie wir so gern sagen.

Die Herausforderungengusp-sola08-laus

Auf jeden Krisenfall waren wir vorbereitet. Die unerwartet vorhandene Baustelle nebenan begrüßten wir jeden Morgen lautstark; die nicht vorhandenen Schwartlinge, die wir sonst immer als Küchenplatten verwendeten, wurden flugs durch herumliegende Spanplatten ersetzt; erste Spannungen zwischen den Kindern waren tags darauf gelöst und die Kinder den Rest des Lagers gute Freunde. Was kann da schon noch passieren? Nun ja: einige Guides entdeckten Mitte der ersten Woche Kopfläuse… Das war wohl der Gipfel der Komplikationen. Und auch diese ließen sich mit etwas zusätzlichem Einsatz von Pfadfinderführern und Eltern lösen (Danke!). Schnell schnitzte ein Späher einen Läusestab, um die Milliarden GuSp-Haare leichter durchsuchen zu können, die flinken ZBVs holten Lausshampoo aus der Apotheke und das fröhliche Lausen und Waschen ging los. Einige Kinder mussten dennoch übers Wochenende zum Waschen nach Hause fahren. Den Höhepunkt des „Läuselagers“ bildete die Kinder-am-Haarschopf-erkennen-Wette beim „Wetten dass…?“ am letzten Lagerfeuer. Aber ich „Lausgeschädigte“ werde wohl jetzt von anderen Dingen berichten, denn am PUR 08 ist noch einiges mehr passiert, das zu erzählen sich lohnt!

Unser Lagerplatz

Die fünf Guides- und Späherpatrullen fuhren am 28.6.08 von Wien-Westbahnhof mit kleinem Gepäck los, denn die großen Rucksäcke fuhren diesmal mit dem Materialtransporter mit. Am zweiten Tag standen bereits die drei Kochstellen (davon zwei Doppelkochstellen). Jede Patrulle hatte eine Feuerstelle, auf der immer wieder auf offenem Feuer gekocht wurde. Christian baute noch einen Riesenfahnenmast, Bär-Wiesel einen Zaun für ihren Patrulllagerplatz, die Weißen Turmbiber eine eigene Wäscheleine, und Wolf und Fuchs eine Sitzbank. Unser Lagerplatz wurde am Spezitag noch durch eine tolle Hollywoodschaukel von den Pionieren John und Maxi und in der zweiten Woche durch zwei Seilschaukeln „gepimpt“. Begeistert waren alle auch vom „Ort der Ruhe“ am versteckten Hügel hinterm Haus und vom Bach, der unseren Lagerplatz begrenzte.

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 Was so alles war

Gleich am ersten Abend gab es ein tolles Lagerfeuer mit Gesang und Tanz, und am dritten Tag ein Anschleich-Geländespiel – Mädchen gegen Mädchen und Buben gegen Buben. Die Weißen Turmbiber beschrieben es in ihrem Logbuch so: „…dass eine Gruppe einen Kreis bildete und die Augen verbunden hatten. Die andere Gruppe versuchte, sich anzuschleichen und die Kerze auszublasen, die vor jedem stand, der mit verbundenen Augen dasaß. Die Gruppe, deren Augen verbunden waren, konnte sich mit Spritzen „verteidigen“. Nach dem Geländespiel durften wir die Nacht draußen verbringen.“ Da gab es die „Nacht unter Sternen“, wobei unsere nachtleuchtenden Sternenkarten uns die bekannten Sternbilder wiesen.

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Tags darauf überfielen die GuSp den Ort und erkundeten ihn, und anschließend gingen wir zum Austoben ins Schwimmbad, was herrlich war. Weil an diesem Tag die erste Kopflaus auftauchte, war am nächsten Tag Ganztagslausen angesagt. Da der Wetterbericht Sturm ankündigte, verschoben wir unsere Zweitageswanderung vorerst und hatten stattdessen Spezitag: Waldkraft – das neue „Überleben“ – bot Gelegenheit, sich im Survival zu üben und einen Unterstand zu bauen. Die Köche bereiteten uns zwei leckere Mahlzeiten zu, die Pioniere bauten wie gesagt die Schaukel, die Journalisten bastelten an einer Lagerzeitung, der „Lauszeit“, die Beschleicher hielten sich den ganzen Tag im Wald auf, und die Gastgeber bereiteten eine Party für den Abend vor und luden dann alle zum Essen, Trinken und (Schau-)Spielen ein. Dieser Abend wurde nur ein wenig getrübt, weil acht Kinder samt Läusen heimfuhren. Als reduzierter Trupp gingen wir am Tag darauf auf Tageswanderung, die Weißen Turmbiber schrieben: „Heute sind wir zu dem „großen Wasserfall“ gewandert. Groß unter „ , da er so was von nicht groß war.“. Er war hoch, aber wirklich nicht groß – und wir wussten jetzt, wie weit uns unsere Füße trugen…

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Auf Ausflug

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Am darauf folgenden Tag sind wir dann nochmal „urlang“ (=1,5h) gegangen. „Dafür war das Ziel ur-cool“ (W. Turmbiber). Dort, in Türnitz, gab es eine Sommerrodelbahn, den Eybl-Jet, da durfte jeder 2x fahren. Anschließend waren wir bei einem kleinen See, da gingen wir bis zu den Knien hinein, fingen süße Babyfrösche und bauten ihnen ein Zuhause in einer Frisbeescheibe. Zurück fuhren wir dann aber mit dem Bus.

Am nächsten Tag war Patrulltag, da machten die Patrullen ihr eigenes Programm. Das war für die Pfadfinderführer sehr angenehm, sie hatten da einen Nachmittag „frei“. Die meisten GuSp hielten sich am Bach oder im Wald auf. Die Mädchen waren handwerklich aktiv und bemalten Steine oder bastelten Tonfiguren. Anschließend gab es eine wilde Wasserschlacht mit Wasserbomben, den großen Lavoirs und den Wasserspritzen, die wir fürs Brandlöschen jederzeit bereit hatten.

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Den Tag darauf nannten wir „Lagerplatztag“, leider regnete es wieder einmal. Wir spielten auf der Blumenwiese hinter der Baustelle und am Nachmittag gab es Pfadfindertechnik-Workshops rund um den Lagerplatz zur freien Einteilung: Bei Adi konnte man mit Flaggen Morsebotschaften übermitteln. Kati hatte eine Bodenzeichenspur durch den Wald gelegt, der man folgen konnte. Bei Elisabeth wurden Minifloße gebaut und am Bach ins Rennen geschickt. Ralf gab Anleitung zum Bau einer Sonnenuhr. Und mit Markus übte man sich im Feuermachen – mit einem Streichholz und nassem Holz. Wir trotzten dem nassen Wetter und hatten viel Spaß.

Auf Wanderung

Auch wenn alle sagten, dass es anstrengend war, so war sie doch wieder toll und machte Spaß: die 2-Tages-Wanderung. Am ersten Tag bekamen die Patrullen Wegbeschreibungen, Kompass und Karte und mussten alleine den Weg von ihrer Bahnstation bis fast auf die Schutzhütte der Reisalpe finden. Das gelang allen sehr gut und war ein Abenteuer für sich. Patrulle Wolf adoptierte ein Vogelbaby, Emil, das aus dem Nest gefallen war. Alle waren traurig als wir es abends wieder aussetzten, denn es fraß nichts, das wir ihm gaben.

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Die Nacht auf der Hütte war natürlich etwas Besonderes: Abends spielten wir am Gipfel im Freien, konnten die Bergwelt der Voralpen in der Dämmerung genießen und sahen einen tollen Regenbogen. Wir spielten Karten und Werwolf. Und wir konnten endlich wieder einmal in weichen Betten schlafen! Als Draufgabe kochte uns der Hüttenwirt Martin leckere Pfannengerichte am Abend und morgens danach ein leckeres Frühstück. Der Heimweg nach Lilienfeld führte uns über den Muckenkogel über die Berge. Das war sehr anstrengend, dafür war der nächste Tag zum Ausschlafen reserviert und die ZBVs Roman, Anita und Christian lockten am Nachmittag auf ein Geländespiel in den Ort.

Das Ende

Nach einem blitzschnellen Lagerabbau huschten wir noch ein letztes Mal ins Freibad (und auch das Wärmegewitter konnte es uns nicht vermiesen!) und hatten noch ein prächtiges „Karolus“-Lagerfeuer am Abend. Die letzte Nacht sollte vielen gut in Erinnerung bleiben: Die Älteren durften Wache am Feuer schieben und gegen Mitternacht herum gab es noch eine Schatzsuche! Die Härtesten von uns (oder die Muntersten) schlichen sich an Knicklichter am Ort der Ruhe heran und wagten mit klopfendem Herzen eine Mutprobe rund um den Friedhof.

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Das wars dann auch schon wieder, zwei Wochen gehen viel zu schnell rum! Tausend Dinge hätten wir noch machen können! Aber jede Menge haben wir umgesetzt und ein tolles Erlebnis daraus gemacht – für 28 GuSp, 5 GuSp-Führer und insgesamt 5 ZBVs!

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 Es hat uns Spaß gemacht… …aber jetzt müssen wir uns ausruhen!
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Schöne Ferien!

RaRo Sola 2006 – Baltikum

Wer genau wissen will was wir so im Baltikum erlebt haben, ist hier genau richtig.


Sonntag, 16.07.06

Nach zwei turbulenten Flügen (Stefan musste sein Taschenmesser abgeben) haben wir am Rigaer Flughafen unser Auto in Empfang genommen. Der Opel, den wir eigentlich bekommen hätten sollen wurde „leider“ kaputt gefahren und darum haben wir einen Mercedes Vito bekommen (mit Ski-Box) – ein sehr leiwandes Auto.
CIMG0080Um 14:49 Uhr sind wir (nach einem Countdown) Richtung Rigae losgedüst. Es warad wengam Essen kaufen – Evi hat vor dem losfahren beim Info- Stand gefragt, ob´s hier irgendwo einen Supermarkt gibt, der auch am Sonntag offen hat – ihre Antwort: „This is latvia. We also work on Sundays!“ Am Weg zum Supermarkt hat die Evi gemerkt, dass der Gurt von ihrem Sitz (2. Reihe Mitte) nicht hält- also sind wir einkaufen gegangen und der Stoffl hat sich währendessen am Parkplatz vom “Spice” (Name des Supermarktes) mit dem Autovermieter getroffen. Das Auswechseln wäre aber zu kompliziert („Don’t worry, the police doesn’t care, just drive carefully!“), also haben wir beschlossen, dass dieser Sitz eben der ist, der frei bleibt. Wir haben derweil das nötigste eingekauft und dann am Parkplatz im Auto gegessen. Nachdem wir dann auch im dritten Geschäft keine passende Gas- Kartusche für unseren Gaskocher gefunden haben, haben wir uns schlussendlich im „Spice“ einen neuen gekauft.  Und dann: Ab nach Sigulda!

Reiseleiter für heute ist der Sascha, Kartenbeauftragter der Martin. Gleich in der ersten Viertelstunde hatte die Evi ihren ersten „Flirt“ mit einem Letten (der ist im Bus nebenan gesessen und hat herüber gegrinst) – das Gerede, und die schönen hölzernen Fassaden an den Häusern, dürfte den Stoffl etwas abgelenkt haben. Er hat übersehen, dass vor ihm mitten auf der Straße ein Linksabbieger steht! Zum Glück hat der Sascha ein „STOFFL!!“ gekreischt und das Ausweichen ist sich noch ausgegangen.
Wir haben auch festgestellt, dass Diesel an der Tankstelle mit DD (Doppel D) angeschrieben steht und dass manche Lettinnen zwar einen süßen Hintern, aber eine so genannte „Hackfresse“ haben. Auf den Autobahnen gibt es in Lettland übrigens Zebrastreifen, Bushaltestellen und Bahnschranken! Auch das Umdrehen ist mitten auf der Autobahn erlaubt!
Wir sind schon gespannt was wir noch so alles entdecken werden…
Am Weg nach Sigulda waren wir bei einem Freizeitpark, wo wir Sommerrodelbahn gefahren sind (teilweise auch zu zweit). Beim Essen im Wirtshaus dort haben wir die Kombinationen für die Nacht gelost (Anm.: Wir haben ein großes Zelt mit 3 verschiedenen Kabinen mitgehabt. Die linke und recht Kabine waren jeweils für 3 Personen gedacht und die mittlere nur für eine Person. Deswegen haben wir das mittlere Zelt auch „Wixerzelt“ genannt.) :
Wixerzelt: Katze
Rechts: Stefan, Andi, Martin
Links: Sascha, Stoffl, Evi

Eigentlich wollten wir zum „Kemping Makars“, aber wir sind dann bei einem anderen („Gobes Sala“) vorbeigekommen – pro Person 1 Lat, pro Zelt 1 Lat, pro Auto ein Lat (für uns insgesamt 9 Lat).
Wenig los, netter Campingplatz, betrunkener Vermieter, Feuerstelle.
Stoffl war als erster duschen (wurde dabei von einer Frau und zwei Kindern überrascht) und dann hat die Evi in dem Blockhaus (wo die Dusche drin war) gewartet bis die 3 fertig sind – leider sind dann irgendwann die beiden Kinder hinausgekommen und dafür ist der Vater hineingegangen. Das rhythmische Pumpern danach, wollte sich die Evi nicht mehr anhören und hat sich zum Lagerfeuer dazu gesetzt.
Beim  Anzünden des Lagerfeuers gab es auch noch ein Attentat auf uns! Im schön aufgeschichteten Lagerfeuer waren Knaller versteckt!!
Dann waren die beiden in der Dusche endlich fertig und die Katze war dran- als sie grad fertig war, ist ein Betrunkener in die Blockhütte gegangen und ab da war die Hütte (und damit auch die Dusche) nicht mehr benutzbar. Wir haben den Wein ausgetrunken und es genossen, dass es beim Schlafen gehen noch hell war. Als wir dann endlich alle im Schlafsack gelegen sind, ist plötzlich die Alarmanlage von unserem Auto angegangen. Stoffl, Martin und Andi sind sofort in der Boxershort rausgestürmt (war aber nix) – dabei hat der Martin festgestellt, dass an Stoffls Boxershort ein Knopf fehlt. Der Stoffl hat sich dann live, unplugged und direkt am Körper den Knopf angenäht. Dann wars endlich ruhig und wir haben geschlafen.

Montag, 17.07.06

Um 7 Uhr aufgestanden haben wir zum ersten Mal die erbarmungslose lettische Sonne in der Früh kennen gelernt. Nach einem Frühstück mit schwarzen Kaffee, Wurst, Käse, und Nutella sind wir um 8:41 Uhr losgefahren und haben den Campingplatz verlassen (auf dem stand übrigens ein Wohnmobil mit dem Aufdruck „Zu alt zum Arbeiten, zu jung zum Sterben, topfit zum Reisen! Ingrid und Kurt unterwegs“
Nach dem Losfahren waren wir gleich beim nächsten Supermark (Elvi) – dort haben die Katze und die Evi je eine rote Rose bekommen- mit toller Gesangseinlage von Stoffl und Martin: „Wo bist du mein Sonnenlicht…“
Im Supermarkt haben wir auch noch „Bibi“ (irgendwelche Fruchtzuckerln) für den Stoffl gekauf. Um 9:50 Uhr waren wir im Gauja- Nationalpark- nachdem der Stoffl beim Checkerbunny Infos gecheckt hat gings los. (bei Sigulda)
Der Plan war, eine Wanderung „runter“ zu gehen und nachher mit der Seilbahn rauf zu fahren. Das war aber ein Irrglaube: in der Mitte war ein Tal. Das heißt, wie sind zuerst eine Menge Stiegen hinuntergegangen, dann haben wir einige Sandsteinhöhlen besucht (in die wir leider nichts reinritzen durften!) und dann wieder ur viele Stiegen hinaufgegangen (mit Geraunze versteht sich!). Von dort sind wir dann mit einer Seilbahn über das Gauja- Tal zurück zum Auto gefahren. Dort haben wir uns mit unserem neuen Gaskocher in den Schatten gesetzt und uns Euro- Shopper- Nudelsnack gekocht. Es war mehr Suppe als Nudeln, aber okay. Als Nachspeise gab es ur gute Bäckereien (ab 0,10 Lats pro Stück!!) aus dem Elvi-Markt.. lecker!!
Wir haben beschlossen Mazsalaca (die schwarzen Seen) für heute auszulassen (weil wir es sonst nicht nach Pärnu schaffen würden) und dafür ein paar Tage später am Rückweg hinzufahren.
Nach der Mittagspause im Gras sind wir nach Ligatne gefahren. Das ist ein Naturpark, in dem wir einen ca. 5,5km langen „Wild- Tier- Kennenlern- Pfad“ gegangen sind. Das Wetter war super, wir haben einen verhaltensgestörten Wolf, einen zachen Bär und noch vieles mehr gesehen. Auch da gab es wieder eine Menge Stiegen und so hat sich der Stoffl den Beinamen „Häuptling lange Stiege“ verdient. Im Shop beim Nationalpark haben wir BAMBI gekauft, ein Stofftier als Freund für unseren CHARLY (das kleine Eichhörnchen, das wir nach dem SoLa in Igls von der Bibi bekommen haben- weil sie angeblich laut Martin ein Eichhörnchen namens Charly überfahren hat). Jetzt gibt es ein zweites Rottenkuscheltier! *gg*

 In Pärnu haben wir als erstes mal ziemlich lange den Campingplatz „Konse“ gesucht- und es war ein komplett anderer Platz als der von der Nacht davor: Wohnwagen und Autos total dicht aneinander und in riesigen Mengen!  Wir haben unser Zelt dann direkt neben dem Haus aufgestellt und das Auto als „Abschottung“ davor gestellt.  Dann waren wir alle heiß aufs Duschen (inklusive großes Rasierer-sharing) und dann haben wir uns ins Auto gesetzt und sind nach Pärnu-Zentrum gefahren. Dort sind wir zielstrebig in ein Lokal gegangen, das im Reiseführer empfohlen wurde. Am Anfang waren wir ziemlich verwirrt weil wir auf Bedienung gewartet haben. Als wir dann endlich bei der Bar bestellt haben, gab es noch dazu nur die Hälfte der Speisen. Das, was es gegeben hat, war aber dann ausgesprochen gut- vor allem das Knoblauchbrot.
Nach dem Essen haben wir uns wieder ins Auto gesetzt und den Strand gesucht. Nach erfolgreicher Suche sind wir dann alle ein wenig im Sand herumgestapft und dann sind wir aber recht bald wieder zu unserem Campingplatz gefahren und schlafen gegangen.

Schlafeinteilung:
Wixer: Stoffl
Rechts: Sascha, Stefan, Evi
Links: Andi, Martin, Katze

Dienstag, 18.07.2006

Heute wollten wir uns ein gscheites Frühstück genehmigen, also sind wir nach einem feudalen Frühstück (Eier, Speck, Schinken, frisches Gebäck und Ciabatta, Kakao, Kaffee, Orangensaft und frische Bäckereien) erst um 11:06 vom Lagerplatz aufgebrochen. Der Lagerplatz bei Pärnu war übrigens direkt in der Nähe von einem Gefängnis mit hohem Stacheldrahtzaun.. sehr nett.
Wir sind wieder zum Strand gefahren, diesmal mit Badezeug. Katze hat leider nicht ins Wasser gehen können (damit sie nicht gleich wieder krank wird). Andi, Sascha und Stefan haben die Füße reingestreckt und die anderen 3 (Evi, Stoffl und Martin) sind ganz rein gegangen- interessanterweise war das Wasser wärmer als die Luft (lag aber vermutlich am Wind). Eigentlich wars also ur angenehm, nur gbs an manchen Stellen Strömungen, die echt grauslich gestunken haben.
Bei einem Strandcafé haben wir uns etwas zum Trinken gekauft und darüber sinniert, dass hier richtige Urlaubs-Chill-Stimmung aufkommt. Genial finde ich (Evi), dass es nicht zu heiß zum Wandern ist und nicht zu kalt zum genießen der Sonne- Meer und Wald!! Das taugt mir!!
Im Auto haben wir gelost, wie die Zelteinteilung für heute Abend sein soll:
Links: Martin, Sascha, Katze
Wixer: Stoffl
Rechts: Andi, Stefan, Evi

Dann sind wir nach Haapsalu gefahren (eigentlich deswegen weil man dort angeblich so toll schwimmen gehen kann- warmes Wasser und so..). Leider wars aber ziemlich kühl und extrem windig dort – von Strand war sowieso keine Rede, und das Wasser war auch eher grauslich.(Stoffl´s Kommentar dazu: „Schaumkronen wiegten sich sanft an der sich entlangschlänkelten Küste und weckten die Sehnsucht nach kaltem, klaren Wasser“ )
Wir haben aber das Beste aus der Situation gemacht und den Wind ausgenutzt: Man nehme eine große, quietschgrüne Plastikplane, einige Meter Schnur und schwuppdiwupp hat man einen wunderbaren Drachen!
Danach kam eine lange Autofahrt nach Tallinn – dort haben wir den „Tallinn- City- Camping“- Platz gesucht und auch gefunden- allerdings waren wir alles andere als begeistert. Es hat nach Klo gestunken, war mitten zwischen alten Fabriksgebäuden und außer ein paar alten Wohnwägen gabs noch ein „Rollendes Hotel“ Davor sind ein paar Deutsche gesessen und haben Ottakringer aus Dosen getrunken. Andi wollte unbedingt auch ein „16er- Blech“ haben, Stoffl hat auch versucht ihm eines zu checken, aber leider war der Typ, mit den Augenringen bis zu den Knien, viel zu unfreundlich. Wir haben dann ziemlich lange weitergesucht nach einem anderen Campingplatz und viele Fragen und Umdrehmannöver später haben wir einen gefunden:  „Kemping Kalev“(Adresse wissen wir leider keine, aber der Platz ist direkt beim Fernsehturm) um 180 EEK pro Nacht (der andere Platz hätte 450 EEK gekostet!). Wir haben das Zelt aufgebaut, schnell eine Duschrunde gemacht und uns dann ins Auto gesetzt. Am Weg in die Stadt hat man in der Nähe von dem 1. Campingplatz wieder diesen Kloaken-Geruch genießen dürfen- da haben wir uns einmal mehr gefreut, dass wir weitergesucht haben. Auf der Fahrt hatte man auch einen wunderschönen Blick auf den Hafen, Kreuzfahrtschiffe, Sonne und Meer. In der Stadt sind wir ins St. Patrick´s Pub gegangen, das Lokal, das an sich ganz nett, die Bedienung leider schlecht und das Essen leider zum Teil kalt war. Danach sind wir in ein Kellerlokal namens „Guitar Safari“gegangen. Dort hat ein Typ live gespielt, so auf One-Man-Show: Gitarre, Mundharmonika, mit rechtem Fuß ein Becken, mit dem linken eine Trommel und gesungen hat er auch noch. War wirklich sehr gut, von U2, „I´m a believer“ und „Personal Jesus“ bis zu „Behind Blue Eyes“ war alles dabei! Eine deutsche Reisegruppe (eher reifere Herrschaften) hat sichs vor der Bühne ziemlich gegeben, Martin und Andi haben bei einer Kuschelnummer mitgetanzt. Katze und Evi haben sich den Kopf darüber zerbrochen wer von den 5 Männern auf einem Plakat am Damenklo den feschesten Hintern hat. Dann ging es auch schon ab nach Hause und ins Bett bzw. zum Campingplatz und ab in den Schlafsack.

Mittwoch. 19.07.2006

Gleich nach dem Aufstehen haben wir uns auf den Weg ins Zentrum gemacht, dort haben wir uns die Tallinn- Card gekauft und an einer Stadtrundfahrt teilgenommen. Unsere Stadtführerin war ziemlich lustig- noch dazu wars auf Finnisch und Englisch abwechselnd.
Nach der Führung haben wir uns aufgeteilt- um zu Essen und herumspazieren. Um 3 haben wir uns dann wieder getroffen- mit gebrannten Mandeln und Schoki für die Evi *gg* LECKER!!
Wieder vereint sind wir zum Freilichtmuseum gefahren, haben uns eine Bockerlschlacht geliefert und sind dann mit 3 Audioguides für 7 Personen durch das Gelände gegangen: Alte Bauernhöfe, Windmühlen, Fischerhütten,..
Nächste Station war Go- Kart- Fahren. Mit der Tallinn- Card war das nämlich 8 Minuten gratis. Wir haben ein paar coole Fotos gemacht, sind ein paar Runden gefahren (Stoffl ist die Bestzeit gefahren)- und das alles mit Poser- Namen: Andy, Steve, Chris, Alex, Cat, Martin und Ivi.
Für die Autofahrt hats dann noch Bier bzw. Cider (ganz komische Sorten: Cherry, Wildberry oder mit Juice) gegeben- nur unser braver Fahrer Sascha hat was anderes bekommen.
Bei der zweiten oder dritten Tankstelle haben wir dann erst Nachschub bekommen –Pinkelpause war dann natürlich auch bald nötig. Sobald wir dann in der Nähe von Paide waren hat die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz begonnen- wir haben uns ja vorgenommen in dieser Nacht wild zu campen. Gerade als es begonnen hat aussichtslos zu wirken (dass wir eine Wiese finden, die nicht bestellt wird, so man nicht hinsieht, so man keinen stört, wo wir nicht von der Dorfjugend angegangen werden usw.), da wollten wir schnell eine Pinkelpause machen. In dem Moment ist ein Bauer mit einem Traktor vorbei gekommen – den haben wir mit Zeichensprache gefragt, ob wir uns auf die Wiese legen dürfen und er hat „ja“ gedeutet.
Dann gabs die klassische Rollenverteilung: die Mädels haben gekocht, die Burschen haben das Zelt aufgestellt, Steine gesucht, Feuerstelle vorbereitet und Holz gesucht. SO hatten wir dann ein sehr gemütliches Feuer und ein Essen, das man zwar besser nicht angeschaut hat, das aber recht gut geschmeckt hat (Nudeln mit Tomaten- Lauch- Mais- Basilikum- Sauce).
Wir haben den Abend bei einem Flascherl Steinfeder ausklingen lassen.
Zeltverteilung:
Links: Sascha, Martin und Evi
Rechts: Katze, Stoffl und Andi
Wixer: Stefan

Die Nacht war kalt, aber trocken.

Donnerstag, 20.07.2006

Zum Glück wars in der Früh wärmer-  aber so ganz ohne Klo und Waschgelegenheit dauert eben doch alles ein bissl länger. Wir sind zur Ordensburg Weißenstein in Paide gefahren und dort ein bisschen  herumspaziert und herumgeklettert. Außerdem haben wir von unserem Reiseleiter Martin wertvolle Hintergrundinfos und eine Showeinlage als Hexe bekommen.
Danach sind wie durch Türi gefahren, dort haben wir uns die St. Martin Kirche angeschaut- die erste Kirche hier im Baltikum in der ich mich wie in einer Kirche gefühlt hab. Wir haben Kerzerln angezündet und leider festgestellt, dass die Musik nicht von der Orgel kommt, sondern von einer Playlist eines PCs  der im Altarraum steht. Aber trotzdem eine wirklich nette Kirche. Beim See haben Stoffl und Martin eine kleine Runde mit einem Tretboot gemacht, das dort einfach am Ufer gelegen ist, mit einem Zettel draufgepickt, dass man 25 EEK (=25 Schilling) pro benutzter Stunde in den Postkasten bei einer bestimmten Hausnummer einwerfen soll. Wir haben brav 10 Kronen bezahlt (war ja nur ganz kurz und nicht eine ganze Stunde lang) und sind weitergefahren.
Nächster Stopp: Supermarkt!
Mission: Klo benutzen und Müll ausleeren! Aja, und Wasser und Nutella kaufen.
In Häädemeste wollten wir Mittagessen- das „verschlafene Fischerörtchen“ war dann aber nicht ganz so wie wir uns vorgestellt haben. Also sind wir weiter nach Kabli gefahren und haben dort einen Zugang zum Strand gefunden, wo sogar ein Tisch und Bänke waren. Dort haben wir unsere Essensvorräte vernichtet und manche von uns sogar einen kurzen Mittagsschlaf gehalten haben. 5 Minuten weiter haben wir den Campingplatz „Lepanina Hotell“ gefunden (dort hatten wir sogar reserviert!) Eine gepflegte Hotelanlage (noch etwas im Aufbau aber für lettische Verhältnisse ein echt schöner Platz mit schönen Sanitäranlagen) – der Strand war leider sehr algig, aber der Blick aufs offene Meer einfach unbezahlbar.
Martin, Sascha und Katze sind einkaufen- leider war das nicht so einfach, sie haben bis Pärnu fahren müssen, um Zutaten zum Grillen zu kaufen. Aber auf jeden Fall hat sichs ausgezahlt, die Kotletts und das Putenfleisch waren ausgezeichnet. Dazu haben wir Maissalat, Erdäpfeln, gegrillte Paprika und 2 verschiedene Saucen gegessen- sehr, sehr gut! Gegrillt haben wir bei einer Feuerstelle zwischen Wald und Strand- Schaukeln gab es auch in der Nähe. Die Weintrinker haben Steinfeder aus Österreich gehabt, Bier und Cider haben wir gekauft bzw. im Shop am Campingplatz Nachschub geholt.
Ein sehr netter Abend mit einem „Fast- Sonnenuntergang“ (leider waren die Wolken im Weg!)

Freitag, 21.07.2006

In der Früh haben wir in einer Art Stadel beim Campingplatz gegessen, weil es ein bisschen geregnet hat. Wir haben uns danach auf den Weg nach Mazsalaca gemacht – mal wieder eine Schotterpiste, nach ein bisschen Suchen haben wir den Startpunkt für den Spaziergang gefunden. Im Reiseführer war das total schön beschrieben: schwarzes Wasser, roter Felsen, tolles Echo, mystische Höhlen usw. Leider war es nicht ganz so toll und außerdem war uns der Weg zu lang- aber wir haben es auch hinter uns gebracht.
Zum Mittagessen haben wir uns Fleischlaberl- Ketchup- Burger gemacht und auf der Fahrt gegessen.
Als nächstes haben wir eine sehr lange Autofahrt vor uns gehabt, die die Stimmung auch ganz schön gedrückt hat. Wir haben dann in Jurmala Pause gemacht, waren in der Nähe von Majori am Strand und haben ein wenig relaxed. Sascha und Katze (beide leider verkühlt) haben sich auf eine Liege gehaut, die anderen sind ins Meer gegangen und haben sich mit Sand- Gatsch- Klumpen beworfen. Andi (der sich anfangs rausgehalten hat) war die Schweiz, Stefan war Russland, hat Evi als Weißrussland deklariert (warum auch immer), Stoffl war „eindeutig“ Amerika (laut eigener Aussage: „weil er eine große Klappe hat und nix dahinter ist!“) und Martin war die UNO (die richtet alles).
Wir haben dann gemeinsam einen Kaffee getrunken und dann noch jeder eine Stunde lang irgendwas gemacht.
Als nächstes haben wir die Küste rund um Engure nach einem Campingplatz abgesucht- ursprünglich wäre eine Blockhütte im „Cemping Vecupe“ geplant gewesen, aber die haben uns nicht besonders gefallen und außerdem war keine frei. Ein Platz direkt am Strand (Abraciems oder so) hat von außen sehr nett ausgeschaut, leider war aber an dem Abend geschlossene Gesellschaft. Es war dann schon recht spät und wir haben beinahe jeden, den wir gesehen haben nach einem Campingplatz gefragt. Bei Apsuciems haben wir dann einen gefunden und der war dafür genial. Die meisten Zelte sind direkt beim Parkplatz gestanden. Wir sind aber über einen Hügel gegangen und haben dort zwischen Wald und Strand unser Zelt aufgebaut (da waren noch 3-4 andere Zelte, aber weit genug entfernt). Der Strand und das Meer waren sauber – zum Schwimmen sind wir aber leider nicht gekommen. Weil es schon relativ spät war, haben wir uns schnell ans Feuer machen und Kochen gemacht- nicht ganz ohne Hindernisse leider. Das Gas war fast leer, also haben wir den Reis am Feuer gekocht. Allerdings ist uns der Topf mit dem Wasser gleich 2mal umgefallen: einmal weil der Tisch so wackelig war und das andere Mal weil er von der Feuer- Konstruktion herunter gefallen ist. Aber das Wasser ist sich ausgegangen, Cider und Bier gab es auch genug, also was will man mehr. Zum Essen gab es dann Hühnerfleisch mit Uncle Ben´s süß- sauer Sauce und Reis.
Martin und Stoffl haben sich dann doch noch kurz ins Meer getraut und nachdem wir das Feuer herunter brennen haben lassen, sind wir dann alle ziemlich bald ins Bett gefallen.

Campingplatz: Zivartius
Engures pagasta apsuciemá
Tel.: 31 61 776
Mob.: 64 38 715
Am Strand, nur Plumpsklos, Duschen im privaten Haus, 8 Lats für alle.

Samstag, 22.07.2006

Mit Meeresrauschen aufgewacht, ein paar von uns kurz im Meer (Stefan, Stoffl, Evi), duschen im Haus vom Vermieter. Frühstück mit Kaffee aus Martins Becher (wir haben einfach den Becher auf den Kocher gestellt weil wir keine sauberen Töpfe mehr hatten).
Der Andi war Reiseführer an dem Tag und wollte uns zu einem Jagdschloss führen- leider haben wir aber die Wegbeschreibung aus dem Reiseführer nicht richtig befolgt und sind ziemlich in der Pampa gelandet. Der Andi wurde bei jeder Gelegenheit aus dem Auto geworfen und gezwungen, nach dem Weg zu fragen. Einmal hat er eine Familie beim Baden an einem See gestört, einen Radfahrer haben wir aufgehalten (da haben wir ihm eine 1- Liter- Dose Bier rausgestellt und sind losgefahren), ein deutsches Radlerpärchen, eine Gruppe von lettischen Beerensammlern im Wald.. aber keiner konnte uns weiterhelfen. Dann in Turkums hat der Andi bei einem Baumarkt gefragt und nachdem 5 Leute wild gestikulierend um ihn herum gestanden sind, war dann schlussendlich ein Blondi so nett und hat sich mit ihrem Freund ins Auto gesetzt und sie sind vorausgefahren.
Im Schloss war gerade eine Hochzeit, aber wir haben trotzdem durch eine Ausstellung gehen dürfen (mit ausgestopften Waldtieren und einem Vogelstimmenautomat). Als nächstes haben wir einen „Maschinengewehrhügel“ gesucht- ob wir direkt das gefunden haben, wissen wir zwar nicht, aber ein großer Turm war da. Am Weg dorthin sind wir durch unzählige rumpelige und verwachsene Waldwege gedüst- teilweise haben wir auch aus dem Auto heraus gefilmt. Auf den Turm sind wir auch hinaufgegangen (wieder Stiegen) – der Turm bestand nur aus Holz und Nägeln bzw. Gewindestangen. Oben angekommen in 27m Höhe hat man dann – GANZ TOLL- in alle Richtungen Wald gesehen.
In der Nähe von dem Turm haben wir auch Mittag gegessen- Wieder Brot mit Wurst und Käse.
Wir sind dann nach Riga gefahren, haben dem Campingplatz noch VOR einem Deutschen erreicht (das war ein kleines Wettrennen, weil der Deutsche auch zuerst auf der falschen Seite vom Campingplatz war *gg*).  Stoffl hat uns alle als 16-jährige angemeldet, deswegen hat die Nacht im Riga- City- Camping (Kipsalas iela) für uns alle nur 14 Lats gekostet. Es war ein einfacher gerader Platz mit  ur vielen Wohnwägen (die meisten hatten am Dach ein Schlafzelt) – aber Duschen und WC waren okay, die Altstadt nah, also hat es gepasst.
Wir haben alle schnell geduscht und sind dann zu Fuß in die Altstadt gegangen.
Auf dem Hauptplatz haben wir noch kurz etwas getrunken und sind dann gleich in der Nähe in ein mittelalterliches Restaurant gegangen. Das war ein richtig leiwandes Kellergewölbe, fast nur mit Kerzen beleuchtet. Die Kellner waren mittelalterlich angezogen, 2 Minnesänger (bzw. Gitarre und Kazoo- Spieler) sind herumgegangen und auf den Tischen ist in Jute eingewickelt Brot gelegen. Das Essen war sehr gut, auch sehr reichlich. Steak, Hirschragout, Schweinsbraten, Linsen, Kürbiseintopf, Forelle, Bohnen, Knoblauchbrot,..
Nach dem Essen wollten wir eigentlich noch in ein Lokal gehen: wir haben uns die Stiegen hinauf ins Freie geschleppt (wo der Martin gleich einen Flyer mit den Worten „Cheap Girls“ in die Hand gedrückt bekommen hat). Dann sind wir ein bisschen durch die Stadt spaziert , haben Pickerln verteilt (gelbe „Ich bin ein Pfadfinderfreund – Gr. 32 Pax Hill“- Pickerl) und uns dann nicht für ein Lokal entscheiden können. Außerdem waren wir alle so müde, dass wir uns auf den Heimweg gemacht haben – ein Teil zu Fuß, ein Teil mim Taxi. Am Campingplatz gab es dann noch Paspertin- Tropfen (gegen das „schlecht sein“) für den Andi; und schon waren wir wieder im Bett.
Rechts: Andi, Stefan, Sascha
Links: Martin, Stoffl, Evi
Wixer: Katze

Sonntag, 23.07.2006

Um halb 8 sind wir aufgestanden, haben im Schnelldurchlauf gepackt, das Auto geputzt und gefrühstückt. Dann hat unsere Reiseleiterin Katze uns durch die Rigaer Innenstadt geführt. In den Dom sind wir nicht hinein gegangen, weil das Geld gekostet hätte, aber den Markt, die große und kleine Gilde und das Freiheitsdenkmal usw. haben wir gesehen. Und natürlich auch das Katzenhaus: ein reicher Kaufmann hat sich mit der Gilde zerstritten und daraufhin neben der Gilde ein Haus gebaut wo er oben drauf 2 bronzene Katzen hingesetzt, die in Richtung der Gilde scheißen.
In einem Park haben wir alle noch ein Cola getrunken und ein „Kvass“ gekostet (ein lettischer Softdrink, der uns bedingt durch den Geschmack nur ein „wähhh.. ist das grauslich“ entlocken konnte). Dann haben wir dort noch eine „Rucksack- Reflexion“ gemacht.
Dann haben wir uns (natürlich mit Zwischenstopp beim Supermarkt zwecks Mittagessen) auf den Weg zum Flughafen begeben. Dort haben wir schnell noch Karten geschrieben und Pickerln verteilt und dann ging es schon ab in den Flieger.
Am Flughafen in Wien sind wir von unseren Liebsten empfangen worden.

FAZIT: Super Auslandslager, das uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Fliag, Du Sau! oder RaRo Pfingstlager 2005

Die Ranger und Rover verbrachten Pfingsten heuer in Leibnitz, wo das diesjährige Bundespfingsttreffen stattfand.

Unter dem Motto „Fliag, Du Sau!“ trafen sich über 500 RaRo um 3 Tage lang ihre Flugtauglichkeit unter Beweis zu stellen. Während am Samstag bei einer Pilotenprüfung noch „im Trockenen“ geübt wurde, wurde es dann am Sonntag richtig ernst: Wir machten uns auf den Weg zum Sulmsee, wo wir unser Flugobjekt zusammenbauten um es später von einer Startrampe aus in Richtung See „abheben“ zu lassen. Während andere Rotten sich an den Nachbau von zum Beispiel einer Bim, dem Batmobil, Kit oder einer Ente gemacht haben, war unser Projekt eine riesige Pizza, an wir schon seit Wochen herumgetüftelt haben. Andi, unser mutiger Pilot, wurde mit Schwimmweste und Helm ausgerüstet und zu einer neuen Interpretation von „The Final Countdown“ in den Sulmsee gestürzt – weit ist er ja leider nicht geflogen 🙂

Am Rückweg zum Lagerplatz haben wir dann leider den falschen Weg eingeschlagen und sind in einem Brennnesselfeld gelandet. Aber nach der Durchquerung der – doch nicht sooo seichten – Sulm konnten wir unseren Spaziergang fortsetzen…

Am Abend gab es eine große Votingshow, bei der leider doch nicht wir, sondern die Wiener Gruppen 14/21 gewannen. Wir haben uns trotzdem über unseren erfolgreichen Flug gefreut und den Abend mit einer Live Band ausklingen lassen.
Ich glaub, wir werden uns sicher noch länger an dieses Lager erinnern – obs jetzt wegen der neuen Bekanntschaften, der tollen Stimmung oder einfach nur wegen dem leiwanden Motto ist! In diesem Sinne: „Fliag, Du Sau!“.

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