Pinakarri – Sommerlager der RaRo

Pinakarri: Wir gehen „zurück zum Ursprung“… Oder zumindest zurück dorthin, wo das „Austrian Jubilee Jamboree“, das internationale Großlager in Österreich, 2010 stattgefunden hat; in den Schlosspark Laxenburg bei Wien. Pinakarri, das waren über 3000 PfadfinderInnen aus 10 verschiedenen Ländern, am gleichen Ort, zur gleichen Zeit. Und wir, die RaRo Gruppe 32, waren mittendrin auf diesem Großlager 2016.

Die RaRo haben diese 10 Tage im „Outback“ gelagert, den australischen Regionen fernab der Zivilisation, wie im Unterlager „Melbourne“ zum Beispiel. Und das aus gutem Grund: der Pfadfinder ist eine naturverbundene Spezies, die es schätzt, ihren Alltag mit Kochen auf offenem Feuer, abhängen mit Scouts aus Irland, Singen und Chillen am Lagerfeuer zu gestalten. Um diesen Tätigkeiten allerdings richtig nachgehen zu können, bedarf es eines korrekten Aufbaus:

RaRo_BauenInnerhalb der ersten beiden Tage müssen die Zelte stehen, die Ess- und Kochstelle aufgebaut und die Jurte mit Feuerholz für die nächsten Lagerfeuer ausgestattet sein. Dabei zählt die Mitarbeit jedes Rottenmitglieds: 3 Leute kümmern sich um die Bünde für die Dreibeine und stellen diese auf, 2 Personen halten den Rundling damit er nicht runterfällt, während andere Knoten und Bünde machen, 4 Leute sägen Holz, 3 nageln die Bretter an, einer kümmert sich um die Musik und 2 spielen Karten… Die Lagerzeitung „Printakarri“ hat dazu passend in der ersten Ausgabe einen Artikel veröffentlicht: „10 Wege um sich vorm Aufbau zu drücken“. Nein, das kennen wir nicht… „Kommt wer mit zum Hauptplatz? Ist wichtig! Ich brauch ein Eis!“ Den Lagerplatz haben wir uns übrigens mit Pfadfindern aus Trumau und Girl Guides aus Malta geteilt, wir haben gemeinsam gekocht und gegessen. Wobei ja die Frage aufgekommen ist, ob es in Österreich nicht eine Tradition sei, dass die ausländischen Gäste als Gastgeschenk für die Gastgeber abwaschen. Nein, so böse sind wir auch nicht, und wir mochten unsere Nachbarn, wirklich.

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Nach einer offiziellen Eröffnungsfeier am Dienstag Abend auf der Hauptbühne, die einiges zu wünschen übrig gelassen hat, starten am Mittwoch für die Ranger und Rover die Off-Site Activities: 3 Tage sind wir in bunt durchgemischten Gruppen unterwegs und gehen unseren Aktivitäten nach: Manche sind Kanufahren, andere Radfahren, segeln, wiederum andere bauen Palettenmöbel oder brauen Bier – kurz, es ist für jeden etwas dabei. (Wen so eine Aktion genauer interessiert, dem sei der Pinakarri-Blog-Eintrag „Segeln: Bericht eines Überlebenden“ empfohlen: http://www.pinakarri.at/de/segeln-bericht-eines-ueberlebenden/ )
Nach 3 Tagen voller Spaß, Action und neuen Freunden geht es zurück nach Hause bzw. in die Zelte. Alles noch beim Alten, der Sturm hat nichts zerstört, die Zelte und die Jurte stehen noch. So steht einem chilligen, ruhigen, entspannten Nachmittag nichts mehr im Wege.

Ein weiteres Highlight der RaRo auf diesem Lager war der „RaRock-Ball“ nach einer stufenübergreifenden Aktion mit 3000 Pfadfindern am Samstag. „RaRock –
Der Kaiser lädt zum Maskenball“ steht für eine Mischung zwischen „RaRo“ und „Barock“ und diesem Motto wurde der Ball gerecht: jeder Teilnehmer bekam eine Maske, die er selber gestalten musste und unter allen Kostümen wurde das kreativste gekürt: ein Anzug bestehend aus Gaffa mit Gaffa-Schuhen, einer Gaffa-Hose und einer Gaffa-Maske.RaRo_Ball Laut Angaben des Trägers waren für die Gestaltung weitaus mehr als 1 Monat notwendig. Die Tanzpartnerin beeindruckte mit einem Kleid ebenfalls aus Gaffa; alles perfekt abgestimmt.
Außerdem darf auf einem Ball keine Eröffnung fehlen. Alle Interessenten durften sich zuvor als DebütantInnen anmelden und die Choreographie wurde mit Bravour in nur ein und halb Stunden gelernt. Es wurde ein gelungener netter Ballabend!

RaRo_KochenSonntag: Ausschlafen. Besuchertag. Schaulustige kommen und sehen sich die Pfadfinder im Schlosspark Laxenburg live an. Man fühlt sich wie die Tiere im Zoo. Na gut, ich mache mich lustig, aber für Außenstehende ist diese aufgebaute Zeltstadt sicherlich spannend und interessant. Am Abend findet der traditionelle „Abend der offenen Töpfe“ statt. Hier bereitet jede Pfadfindergruppe ein Gericht vor und präsentiert es den anderen. Somit kann jeder das nehmen, was ihm schmeckt. Man lernt, dass gebratene Heuschrecken eigentlich nach gar nichts schmecken, nur knusprig, und dass man selbst auf Pfadfinderlagern Kaiserschmarrn zubereiten kann. Bei über 100 Speisen fällt hier die Auswahl oft schwer. Unsere Schinkenfleckerl gehen aber glücklicherweise schnell weg.

„Vienna City Game: The Return of the Wurstsemmel“ steht am Montag, dem 8. August am Programm. Einen ganzen Tag lang sind wir, über 600 RaRo, in Wiens Innenstadt unterwegs um das Wurstloch zu öffnen. Wie das geht? In verschiedenen Gruppen lösen wir Challenges, um dadurch Lebensmittel bei den WURST-TREK-Referaten in der Innenstadt zu sammeln und diese dann an Außerirdische zu verfüttern. Alles klar? Nein? Egal. Hauptsache ist, dass wir am Ende des Tages im Resselpark das Wurstloch geöffnet haben.

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„Das Wurstloch öffnet sich“. Fotocredits: Fabian Schuster

Die ganze Zeremonie wird durch eine Party mit DJ und Musik, vom Bundesheer gekochtes Essen und Luftballonen untermauert. Die Gewinner-Gruppe des Vienna City Games wird gekürt und gewinnt 2 GoPros. Danach geht es zurück nach Laxenburg. Dabei fällt dem Beobachter eine Eigenheit des Pfadfinders auf: Pfadfinderrufe sind international und alle kennen sie (wenn auch in etwas abgeänderten Varianten). Somit können Hunderte Pfadfinder lauthals einen Ruf oder ein Lied anstimmen und alle zum mitrufen oder mitsingen motivieren. Touristen versammeln sich um uns, auf eine Demonstration unsererseits wartend und Jugendlichen beim Singen zuschauend, wir aber warten bloß und vertreiben uns die Zeit… Ein sehr spannender Tag geht zu Ende, ein gigantisches Geländespiel mit spannenden Abenteuern!

Langsam neigt sich auch dieses Sommerlager dem Ende zu. In den letzten Tagen können wir noch ein paar der Freizeitaktivitäten des Pinakarri nutzen. Die „Kraxn“, das „Rüttel-Schüttel-Kino“, ein Highlight, ist leider schon ausgebucht und unser Termin für den Parcours wird wegen des schlechten Wetters leider abgesagt aber beim „Escape the tent“ können wir in einer limitierten Zeit Rätsel lösen um uns aus einem Zelt zu befreien – geschafft!

Die letzten Tage muss, wie auf jedem Lager, leider wieder alles abgebaut werden: die Kochstelle wird flachgelegt, Holz zersägt und zerhackt und in der Jurte gelagert. Bei der Abschlussveranstaltung werden die Gewinner aller Spiele gekürt und die Band 3radler, die auch das Lagerlied geschrieben hat, gibt uns ein Konzert. Bei einer Verleihung lassen wir den Abend ausklingen (drei Versprechenserneuerungen und eine Wachenacht) bis die Nacht beginnt. Bis in die frühen Morgenstunden kommen immer wieder Besucher in unsere große Jurte, lauschen mit uns den Gitarrenklängen und reden über alles Mögliche. Das Holz der ehemaligen Kochstelle muss ja schließlich als Feuerholz wiederverwertet werden und unser Lagerfeuer nähren. Um 7:00 Früh, nach dem Sonnenaufgang, löschen nun auch die letzten Ranger und Rover in der 32er-Jurte das Feuer, gehen Zähneputzen, wenn bereits die ersten aufstehen, und ziehen sich in ihr Zelt zurück.

Am Donnerstag werden noch die Zelte und die Jurte abgebaut und der Lagerplatz leert sich langsam. Eine Gruppe nach der anderen reist ab und auch wir begeben uns Richtung Wien. Pinakarri, es war eine leiwande Zeit!

10 Tage Sommerlager, das sind: jede Menge neue Kontakte und Freunde mit denen man in Kontakt bleibt und die man hoffentlich wieder sieht, sehr viel Action, einiges an Gatsch und viel zu viel Schlafdefizit – aber es lohnt sich!

Autor: Éric Berdaguer

Das SoLa 2016 der Guides und Späher

Wenn der Franz Josefs Bahnhof an einem Samstagmorgen mit lauter rot gekleideten Männlein und Weiblein gefüllt ist, dann fährt wohl wieder eine Pfadfindergruppe auf ihr Sommerlager.

In diesem Fall die Guides/Späher der Gruppe 32 Pax Hill.
Aber wir sind nicht alleine gefahren. Begleitet wurden wir von unseren Jüngsten. Den Wichtel und Wölflingen.

 

Tag 1: Der Aufbruch

Nach einem herzlichen Abschied von den Eltern und etlichen Tränen (Freudentränen natürlich), sind wir in den Zug eingestiegen und machten uns auf den Weg nach Gars am Kamp.
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Im Zug war der Abschied aber schnell verdaut und voller Vorfreude ließen wir unsere Sorgen vorerst hinter uns.

Drei Stunden später erreichten wir unseren Lagerplatz und brauchten erst mal eine Pause!

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Gestärkt und wieder fit für den Nachmittag erkundeten wir das Heim und die Umgebung bevor wir unsere Zelte aufstellten.

Aus Unmengen an Material werden mit vielen Händen und ein wenig Geschick….

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ganz viele Zelte….

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die erst einmal ihre Wasser probe bestehen mussten.

Denn kurz nachdem die Zelte fertig aufgebaut waren kam auch schon das erste Gewitter um uns kräftig in unserem neuen Zuhause willkommen zu heißen.
Wie könnte man so einen turbulenten Tag besser ausklingen lassen als mit ein paar ruhigen Runden Werwolf.

Dieses war der erste Streich und der Zweite folgt sogleich.

 

Tag 2:  Sage:“Mach mit“, nicht „fang an“, wenn du eine Aufgabe erledigt haben willst.

Am folgenden Tag lachte  uns die Sonne schon wieder ins Gesicht und nach einer Flapa (Flaggenparade), mit der wir unsere Verbundenheit mit allen Pfadfindern auf der Welt, die selber gerade auf einem Lager sind symbolisieren, starteten wir den Aufbau unserer Kochstelle.

Man nehme 19 motivierte Kinder, handwerkliches Geschick, Wissen um Knoten und Bünde, Teamgeist und genügend Wasser.
Diese Zutaten werden in der Pfanne leicht angeschwitzt und bei gefühlten 180°C für vier Stunden in der Sonne erhitzt.

Das Ergebnis war erstaunlich und

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dieser Tag zeigte uns auch, dass wir gemeinsam wesentlich mehr bewirken können als allein.

Am Nachmittag wurden wir von den Führern der Caravelles und Explorern besucht. Unsere „Alten“ verbrachten den Nachmittag mit ihnen um sich gegenseitig schon ein bisschen beschnuppern zu können. Nächstes Jahr werden sie schon zu den Ca/Ex überstellt.

In der Zwischenzeit bauten alle anderen an der Kochstelle weiter. Schließlich wollten die Patrullen am Abend ja schon selber kochen.

Es war ein sehr anstrengender Tag, also gingen wir uns noch ein bisschen unter der Dusche abkühlen.
Den Abend ließen wir noch mit Gesang am Lagerfeuer ausklingen bevor wir uns alle komplett erschöpft in die Schlafsäcke fallen ließen.

 

Tag 3: Abenteuer voraus

An diesem Montag mussten wir uns mit dem Frühstück wirklich beeilen. Wir wurden von den Wichteln und Wölflingen eingeladen, um den Vormittag mit ihnen zu verbringen. Also hatten wir keine Zeit für ein gemütliches Frühstück.

Am unteren Lagerplatz angekommen, wurden wir auch schon lautstark begrüßt.DSC_0031
Die restliche Zeit spielten wir zusammen Spiele wie Quidditch, Ninja, Wikingerschach und Werwolf, bei denen beide Altersstufen Zeit miteinander verbringen und vielleicht auch die eine oder andere Freundschaft schließen konnten.

Danach machten wir uns wieder auf den Rückweg.
Doch irgendetwas stimmte nicht!
Die Kochstelle war zerstört und der Ratsvorsteher eines nahe gelegenen Dorfes kam uns panisch entgegen gerannt.
Er erzählte uns von einem Angriff eines Drachen. Er selbst habe es gesehen. Dagegen mussten die Guides und Späher etwas unternehmen.
Und so kam es, dass sie nach der Reparatur der Kochstelle und einer Mahlzeit den Lagerplatz verließen um den Drachen zu vertreiben.
Dies stellte sich schwieriger als angenommen heraus und nach unzähligen Rätseln, Aufgaben und Hinweisen, gelang es unseren mutigen Helden auch.WP_20160704_18_20_56_ProDSC_0039
Sie fanden in den späten Abendstunden den Hort des Drachen und vertrieben ihn.

 

Nach so viel Aufregung ist Einschlafen natürlich schwer, aber schließlich wurden die Augenlider doch schwer und die Augen fielen zu.

 

Tag 4: Der „Brainfuckday“

Gleich in der Früh festigten wir das Vertrauen in der Gruppe mit einem Vertrauenslauf.

Danach:

Was bedeutet eigentlich das Wort Tchoban? Und ist es okay jemandem den Titel „Arschloch“ zu geben?

Wir haben es herausgefunden und uns am Vormittag mit dem Thema Schimpfwörter beschäftigt.
Was für Schimpfwörter kennen wir? Was bedeuten sie? Ist es okay wenn ich dieses Wort jemand anderem an den Kopf schmeiße? Und gibt es auch eine friedliche Möglichkeit, Streit zu schlichten?

Am Nachmittag haben wir uns mit unseren Grenzen beschäftigt.
Was ist okay für mich und was mag ich so gar nicht?
Eigentlich eine schwierige Frage, aber der nächste Schritt:
Ich muss das meinem gegenüber natürlich auch mitteilen.
Aber wie?
Notfalls auch lautstark!

Am Abend wurde ein bisschen verspätet, aufgrund ein paar Pannen, mit den Wi/Wö gegrillt. Das Lagerfeuer blieb wegen der doch sehr fortgeschrittenen Uhrzeit leider aus, aber die Kinder machten sich nichts daraus und nutzten die Zeit um gemeinsam herum zu toben.

Ein im Großen und Ganzen sehr gelungener Tag.

 

Tag 5: Selbstständigkeit pur

Ausschlafen kann schon herrlich sein!

Deswegen nahmen wir uns diesen Mittwoch einfach die Zeit um etwas länger zu schlafen.

Nach einem deftigen Brunch hatten die Kinder Zeit, ihr selbst geplantes Programm durchzuführen.Es wurde relaxed, gespielt und ein Baumhaus gebaut.WP_20160706_13_54_48_Pro
Am Nachmittag war es endlich soweit, den Ort erkunden zu gehen. Ausgerüstet mit Stadtplänen, Allzeit-Bereit-Rucksack und Einkaufslisten marschierten die Patrullen Schneeeule, Adler, Hirsch und Raupe nach Gars am Kamp.

Warum die Einkaufslisten? Na wegen dem Töpferlguckerabend, bei dem jede Patrulle ein Gericht kochen konnte um es den anderen zu präsentieren und um das Gericht mit ihnen zu teilen. Fazit: Selbst gemacht schmeckt´s einfach besser!

Abends wurde ein spannender Lagerfeuerbattle ausgetragen, bei dem die Teams versuchten, das Lagerfeuer des Gegners anzuzünden und umgekehrt.

 

Während der Großteil dann im Zelt verschwand um zu  schlafen, verbrachten andere noch Zeit am Lagerfeuer um eine Nachtwache zu halten.

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Tag 6: Der Workshop

Wir bekamen Besuch!

Die Mo hatte zugesagt uns ein paar Tage zu unterstützen.
Eine, nachdem viele Energiereservoirs schon aufgebraucht waren, sehr willkommene Hilfestellung.

Schon in einer Heimstunde vor dem Lager konnten sich die Gu/Sp einen von uns Führern vorgestellten Workshop aussuchen.
Zur Auswahl standen:

Ballistische Experimente
Es wurden große Katapulte aus Holz gebaut mit verschiedensten Gegenständen
„geladen“ und abgefeuert. Eine Vorführung für alle war inkludiert.WP_20160707_15_57_38_Pro

Kochen (Dinner for all)
Die Köche verbrachten den Vormittag damit, Zutaten zu sammeln, die sie am Nachmittag verarbeiteten und so am Abend für ein Festmahl der Extraklasse sorgten.WP_20160707_18_49_05_Pro

Deejay für einen Tag
Für die Musikbegeisterten gab es eine wahre Vielzahl an verschiedenen Tönen, Bässen, Loops und vieles mehr, die sie dann auch in einer Disco vorstellten.

Das Waldläufertum
Sechs mutige Waldläufer schliefen die Nacht davor in ihren selbst gebauten Biwaks im Wald und überlebten es sogar, um sich dann mit dem Thema „Wasser und Feuer“ zu beschäftigen.DSC_0046

Zu Mittag gab es mal etwas Neues auf einem Lager, nämlich Sushi. Und das auch noch selbst gemacht!WP_20160707_13_05_57_Pro
Es war eine riesige Sauerei. Geschmeckt hat es aber trotzdem.

Three days left.

 

Tag 7: Abbauen geht schneller als Aufbauen

Es war so weit.
Langsam mussten wir wieder an die Heimkehr denken. Das Material wollten wir jedoch nicht als Abschiedsgeschenk dort lassen, also packten wir unsere Rucksäcke, legten Zelte, ja ganze Hangars zusammen und putzten sie. Die Kochstelle musste auch wieder abgebaut werden, das Heim auf Vordermann gebracht, und alles Material wieder an seinen rechtmäßigen Platz geschafft werden.20160708_132219

20160708_132101Am späten Nachmittag war alles fertig und sauber ganz nach dem Motto unseres Gründervaters Robert Baden-Powell:  „Versucht, diese Welt ein wenig besser zu verlassen, als ihr sie vorgefunden habt.“

Jetzt waren wir dreckig. Da hilft dann auch nur eine ordentliche Dusche.

 

Tag 8: Abschied fällt oft schwer. Oh, da sind ja Vögel.

Wir hatten einen weiten Weg vor uns, der uns über Hügel, Wiesen, Felder, durch Ortschaften und Wälder führte.

Deswegen sind wir auch sehr zeitig in der Früh aufgebrochen.

Besprechungen sind langweilig und Karten lesen ist schwierig. Deswegen fanden die Patrullen auch ihren ganz eigenen Weg zum Ziel. Es heißt also doch nicht umsonst Pfad-Finder.
Es kamen, wenn auch mit Umwegen und einer Taxifahrt, alle am Ziel an. Dort ging es auch gleich mit einer Führung durch das Straußenland weiter.

Wir schlenderten durch das riesige Areal, während unser Guide uns Interessantes über die Straußenvögel erzählte. Zum Beispiel, dass diese Tiere ursprünglich aus Europa kommen.20160709_163717_Richtone(HDR) Einige Bissfeste aus unserer Gruppe ließen sich sogar von einem Straus beißen.

Am Abend wurden wir dann mit Bratwürsten und Eierspeise verköstigt. Beides natürlich vom Strauß.DSC_0111 Bei einem nahe gelegenen Garten eines Weinguts verbrachten wir noch die Abendstunden, bevor wir nach einer Verleihung Quartier bezogen und schlafen gingen.

 

 

 

Tag 9: Der letzte Marsch der Gu/Sp

Schlussendlich hatten wir den letzten Tag unsers Lagers erreicht.

Am Ziel waren wir aber dennoch nicht. Vor uns lagen noch gut zwölf Kilometer durch das Kamptal. Dabei lernten wir auch das Kamptal-Schwein kennen.DSC_0137 In Hadersdorf angekommen, genehmigten wir uns noch einen Sprung ins Wasser, bevor wir zum Bahnhof marschierten und los fuhren. Im Pfadfinderheim Alt Erlaa gab es noch eine Verabschiedung, bevor die Guides und Späher wieder in der Obhut ihrer Eltern waren und nach Hause gingen.

 

Epilog:

Und plötzlich ist alles ganz still!
Die Zeit scheint wie stehen geblieben.

Was soll man jetzt tun? Sich erst einmal ordentlich duschen, einen Film anschauen oder doch einfach nur schlafen.

Aber egal was man tut…
die Zeit auf diesem Lager ist vorbei.

Die Erinnerungen bleiben uns dennoch erhalten und das nächste Lager kommt ganz bestimmt.